Fall Berformance: 5000 Opfer und 127 Millionen Euro Schaden
Hauptvorwurf: Gegen die Firma Berformance und vier ihrer Führungskräfte, darunter CEO Christian Lux, wird ein Gerichtsverfahren wegen gewerbs- und bandenmässigen Betrugs eröffnet. Über 5.000 Anleger sollen die Opfer sein.
Das Geschäftsmodell: Das Unternehmen versprach Kunden, ihre investierten Summen innerhalb von drei Jahren zu verdoppeln. Dies sollte durch die Vermietung von Krypto-Automaten und Mining-Hardware geschehen.
Ermittlungen und Verdacht: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um ein “Ponzi-System” (Schneeballsystem) handelte. Eingenommene Gelder von Neukunden wurden demnach genutzt, um die Gewinnausschüttungen an bestehende Kunden zu zahlen, anstatt tatsächlich zu investieren. Abgehörte Telefonate sollen belegen, dass das Geschäftsmodell nur auf dem Papier existierte.
Schadenssumme: Zwischen Juli 2021 und Dezember 2023 soll Berformance 127 Millionen Euro eingenommen haben. Davon wurden rund 60 Millionen Euro an Altkunden ausgezahlt, um das System am Laufen zu halten.
Verbindung zum FC Schaffhausen: Berformance war Hauptsponsor und Namensgeber des Stadions des FC Schaffhausen. Nach den Razzien blieben Zahlungen aus, woraufhin der Fussballclub den Vertrag auflöste und sich klar vom Unternehmen distanziert. Berformance schuldet dem Club noch Geld.
Razzia und Prozess: Im Juni 2024 fand eine grossangelegte, europaweite Razzia statt, bei der sechs Personen verhaftet wurden. Der Prozess gegen die vier Hauptangeklagten beginnt in Kürze am Landgericht Erfurt und ist aufgrund seiner Komplexität bereits bis in den Sommer 2026 terminiert.
Position der Verteidigung: Die Anwälte der Angeklagten bestreiten die Absicht eines Betrugssystems. Sie argumentieren, dass die Zahlungsstopps erst durch die Verhaftungen verursacht wurden. Zudem bemängeln sie unvollständige Ermittlungsakten und zweifelten erfolglos die Kompetenz des zuständigen Gerichts für komplexe Kryptowährungsgeschäfte an.
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“Position der Verteidigung: Die Anwälte der Angeklagten bestreiten die Absicht eines Betrugssystems. Sie argumentieren, dass die Zahlungsstopps erst durch die Verhaftungen verursacht wurden. Zudem bemängeln sie unvollständige Ermittlungsakten und zweifelten erfolglos die Kompetenz des zuständigen Gerichts für komplexe Kryptowährungsgeschäfte an.”
Schon seit März 2024 erfolgten keine Zahlungen, für die Monate Januar und Februar 2024 reduzierte. Verträge wurden auf Jahreszahlung umgestellt, egal ob der Kunde zustimmt oder nicht. Im Januar hätten denach Auszahlungen sein sollen, die blieben jedoch aus. Nach wie vor ist die Suxxess One GmbH nicht in Insolvenz gegangen. Für Suxxes Holding AG und die ITS International Technology Services GmbH wurde am 24.06.2025 eine neue Firmenadresse angegeben.
Kündigungen und Zahlungsaufforderungen an:
ITS International Technology Services GmbH
c/o INPARA AG, Riedstrasse 13, 6330 Cham
“Position der Verteidigung: Die Anwälte der Angeklagten bestreiten die Absicht eines Betrugssystems. Sie argumentieren, dass die Zahlungsstopps erst durch die Verhaftungen verursacht wurden. Zudem bemängeln sie unvollständige Ermittlungsakten und zweifelten erfolglos die Kompetenz des zuständigen Gerichts für komplexe Kryptowährungsgeschäfte an.”
Schon seit März 2024 erfolgten keine Zahlungen, für die Monate Januar und Februar 2024 reduzierte. Verträge wurden auf Jahreszahlung umgestellt, egal ob der Kunde zustimmt oder nicht. Im Januar hätten denach Auszahlungen sein sollen, die blieben jedoch aus. Nach wie vor ist die Suxxess One GmbH nicht in Insolvenz gegangen. Für Suxxes Holding AG und die ITS International Technology Services GmbH wurde am 24.06.2025 eine neue Firmenadresse angegeben.
Kündigungen und Zahlungsaufforderungen an:
ITS International Technology Services GmbH
c/o INPARA AG, Riedstrasse 13, 6330 Cham